Zelten im Regen – so fällt deine Tour nicht ins Wasser
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Zelten im Regen – so fällt deine Tour nicht ins Wasser

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Eine Nachfrage von Kathrin hat uns heute auf ein eigentlich total wichtiges Outdoor- Thema aufmerksam gemacht:

Was macht ihr, wenn es einfach die ganze Zeit regnet?

möchte sie von uns wissen.

Zelten im Regen … Diese Frage hatten wir uns noch nie so recht gestellt, weil es irgendwie immer ging bei uns… wir sind quasi Improvisationstalente. Grund genug jedoch, unsere Urlaube für dich Revue passieren zu lassen, ein wenig zu recherchieren und dir hier einmal unsere Erfahrungen und Tipps zu dem Thema zusammenzustellen:

Wie trockne ich das Zelt am besten?

Wir sind beim Trekking in Schweden damals einen ganzen Tag zugeregnet worden, hatten aber Glück dass es morgens aufhörte. Dann haben wir halt bis Mittags gewartet, in Ruhe gefrühstückt und gedöst, bis das Zelt wieder halbwegs trocken war.

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4 Stunden Dauerregen- das nimmt man noch mit Humor...
4 Stunden Dauerregen- das nimmt man noch mit Humor…
...nach einem vollen Tag nur Regen, kann´s dann aber schon nerven.
…nach einem vollen Tag nur Regen, kann´s dann aber schon nerven.
Zelten im Regen 5 (1 von 1)
Na ja, wenigstens gibt´s kein Trinkwasserproblem…

In Großbritannien hatten wir recht regelmäßig Nieselregen und mussten das Zelt in der Tat auch das ein oder andere Mal feucht zusammengepacken. Wenn es dann zwischendurch aufhörte zu regnen, haben wir irgendwo Rast gemacht und es noch einmal ein Stündchen aufgebaut um es abtrocknen zu lassen.

So ein gutes Trekkingzelt baust du ja spätestens ab Tag drei, wenn sich die Routine eingestellt hat, in 5 Min auf. Das geht echt fix.
Außerdem ist es zum Trocknen gut, wenn ordentlich Wind durchbläst- also die Heringe gut festmachen und notfalls mit Steinen beschweren.
Das hat bei uns zum Glück bislang immer gut funktioniert.
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Zelten im Regen 8 (1 von 1)
Zum Trocknen suchst du dir am besten eine windige Ecke aus.
Zelten im Regen 6 (1 von 1)
Gerade in Großbritannien kommst du oft um Nebel und Nieselregen nicht umher.
Wir haben in GB aber schon gemerkt, dass die Imprägnierung leidet, wenn es zu lange zu feucht zusammengepackt ist. Die Feuchtigkeit zieht dann voll durch. Und es gammelt dann natürlich auch irgendwann. Unser Notfallplan in GB wären zwei Tage B&B gewesen, wo wir das Zelt dann irgendwo im Bad hätten ausbreiten oder irgendwie aufhängen können.

Kann ich das Zelt abtrocknen, ehe ich es zusammenpacke?

Ob es schadet, das Zelt abzutrocknen wissen wir nicht. Wir haben ab und an mal mit den Handtuch drübergetupft, das hat nichts gemacht. Richtig schubbeln würden wir aber auch eher nicht, um Imprägnierung und Material zu schonen. Wenn du es zudem im Regen einpacken musst, nutzt das Abtrocknen ja leider sowieso nichts. Und wenn es nicht mehr regnet, würden wir eher noch ne Runde abhängen und warten, bis es im Wind halbwegs von alleine getrocknet ist.
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Im Wind trocknen lassen macht übrigens auch bei deinen Klamotten Sinn... das Zelt ist ja nicht das einzige was nass wird bei Dauerregen.
Im Wind trocknen lassen macht übrigens auch bei deinen Klamotten Sinn… das Zelt ist ja nicht das einzige was nass wird bei Dauerregen.

Soll ich beim Einpacken das nasse Außenzelt vom noch trockenen Innenzelt trennen?

Hier scheiden sich die Geister. Uns persönlich wäre das zu nervig. Zwar ist es beim Aufbau schnell wieder eingezippt, aber bei dem kleinen Trekkingzelt ist das schon eine Herumkriecherei. Wenn es dann auch noch regnet beim Aufbau… neee…
Wir schauen beim Zusammenlegen immer, dass das wasserabweisende Bodenteil des Innenzeltes auf den feuchten Stellen liegt und versuchen es dann möglichst so zu falten, dass hinterher die trockenen Stellen übereinander liegen. Das funktioniert ganz gut. Außerdem schadet es ja nicht wirklich, wenn das Innenzelt ein wenig feucht wird. Ein paar Male mit nassen Haaren oder gar feuchten Klamotten drin geschlafen und es bildet sich ohnehin Kondenswasser an den Innenseiten.

Was, wenn es einfach nicht aufhört zu regnen?

Plane am besten eine Art Notfallbudget ein, damit du im Fall von Dauerregen ein paar Nächte in einer Unterkunft schlafen kannst. Wenn es tagelang durchschifft wirst du sicherlich ohnehin froh sein, mal ein festes Dach über dem Kopf und eine heiße Dusche zu haben.
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Zelten im Regen 7 (1 von 1)
Beim Carcamping hilft im Notfall auch eine Nacht im Auto.
An vielen Ecken in Norwegen haben wir auch gesehen, dass es auf den Campingplätzen kleine Mini-Hütten gibt, mit einem einfachen Feldbett drin. Das ist nicht viel komfortabler als Zelten, aber dürfte günstig sein und zumindest trocken, wenn es schüttet.
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Zelten im Regen 4 (1 von 1)
Wenn du auf einem ausgeschilderten Trekkingpfad unterwegs bist, findest du mit etwas Glück eine Wetterschutzhütte.
Alternativ kannst du dich auch bei Couchsurfing anmelden und vorher ein paar Kontakte knüpfen. Damit kannst du sicherlich auch den ein oder anderen Gammeltag überbrücken. In Israel haben wir zum Beispiel super Erfahrungen mit Couchsurfing gemacht und wirklich nette Leute kennengelernt.

Das wären unsere Tipps zu dem Thema. Was meinst du? Welche Erfahrungen hast du schon mit Regen beim Zelten gemacht und wie bist du damit umgegangen? Wir sind gespannt auf deine Kommentare!


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Verfolgen Andy und Miriam:

Wir sind Andy und Miriam und wir sind reisesüchtig! Nach der Reise ist für uns vor der Reise! Wir brauchen diese Vorfreude, diese Spannung, ehe es zum nächsten Reiseziel geht! Wir brauchen, das Adrenalin, das uns durch die Adern rinnt, wenn wir bei der Flugsuchmaschine auf „buchen“ klicken, wenn der Flieger abhebt, wenn wir landen, wenn wir das erste Mal neue Gerüche in der Nase haben und fremde Sprachen hören, wenn wir mit Auto und Zelt unterwegs sind und sich unser Herz überschlägt, weil wir mal wieder DEN Mega- Platz für unser Nachtlager aufgetan haben… wir sind Adrenalinjunkies und wir sind Reisejunkies. Wir brauchen: REISEADRENALIN! Du auch?

2 Antworten

  1. Saskia
    | Antworten

    Wir hatten letztes Jahr beim Wasserwandern mit Kajak in Schweden erst einen sehr regnerischen Tag und Nacht, dann sind wir am nächsten Tag in ein Gewitter geraten und als wir in unseren letzten trockenen Klamotten im Zelt lagen, mussten wir feststellen, dass wir es in einer Mulde aufgebaut hatten, in der sich Regenwasser sammelt und der Boden ein Loch bekommen hatte. Dank nächtlicher Umtragaktion und wasserdichten Pflastern, ging aber auch das. Und am nächsten Morgen schien wieder die Sonne. Im Nachhinein ist das ja meistens auch alles halb so schlimm. Viele Grüße und immer regenfreie Touren, Saskia

    • Die Bilderbummler
      | Antworten

      Hallo Saskia,
      ja, diese Erfahrung haben wir auch gemacht- im Nachhinein ist´s meist dann gar nicht mehr schlimm. 🙂 Aber wir hatten auch bislang echt immer Glück, dass wir noch nie mehrere Tage heftigen Dauerregen am Stück hatten. Lg von uns dreien!

Senf dazu geben? Her damit!