Wie GEFÄHRLICH ist der OMAN? FAQs, Highlights und Routenvorschlag
» » Wie GEFÄHRLICH ist der OMAN? FAQs, Highlights und Routenvorschlag

Wie GEFÄHRLICH ist der OMAN? FAQs, Highlights und Routenvorschlag

Can you show us a nice beach for barbecue and camping?

Wild nickt und gestikuliert der Omani in seinem 4×4 Pick- Up und deutet uns, wir sollen ihm einfach folgen.

Nach ein paar Metern biegen wir von der Hauptstraße ab auf eine Schotterpiste, als wir ein kleines Dorf vor uns auftauchen sehen. Kinder spielen in den Gassen, am Rand lehnt ein Schulbus, der so aussieht, als würde er morgen früh schon wieder seine Dienste aufnehmen.

Am Ende des Dorfes: drei riesige Müllcontainer. Was in welches Behältnis soll, steht in fetten Lettern und Bildern auf ihnen gedruckt.

Doch die Piste endet hier nicht. Sie geht weiter.

„Vertraut´s die Omanis“ schallt es noch in unseren Ohren. Das sagte uns am Vortag eine ausgewanderte Schweizerin, die nun Touristengruppen durch ihre Wahlheimat führt.

Wir haben Sorge, dass unser kleiner Toyota die sandigen Wege nicht mehr schafft. Doch dann kommen wir an. Wir sehen das Meer.

Fischer holen ihre Boote rein. Der Pick-Up stoppt. Alsbald sehen wir uns umringt von drei weiteren Männern. Sie lachen und wollen uns ihre Boote zeigen. Wir sollten ruhig hier zelten, das wäre ok. Wenn wir Glück hätten, würden wir nachts sogar die Meeresschildkröten bei der Eiablage sehen können.

„Vertraut´s die Omanis…“ da ist es wieder. Wenn wir hier zelten und morgen früh nicht ausgeraubt wurden, dann scheint es wohl zu stimmen….


Und? Was meint Ihr? Haben wir die Nacht wohl heil überstanden?

Natürlich haben wir das!

Nicht umsonst gilt der Oman als eines der sichersten Reiseländer schlechthin. Spätestens nach diesem Erlebnis möchten wir das mit gutem Gewissen unterschreiben und damit die Frage „Wie gefährlich ist der Oman?“ direkt vorweg beantworten.

Wie Ihr günstig dorthin kommt und Eure Zeit dort verbringen könnt, haben wir ja bereits hier geschrieben.

Nun wollen wir Lust auf mehr machen. Also aufgepasst, hier kommen unsere FAQs mit anschließendem Routenvorschlag:


Auf welche Temperaturen muss ich mich einstellen?

Im Oman ist es heiß. Eigentlich immer. Während es an den Küsten eher heiß und feucht ist, herrscht im Inland ein heiß-trockenes Klima. Beste Reisezeit sind in der Regel unsere Wintermonate, weil es schon ab März beginnt unerträglich zu werden. Wir waren Mitte März dort unterwegs und nicht selten kletterte das Thermometer um die Mittagszeit auf 40 Grad Celsius.

Ausführliche Klimadaten verlinken wir Euch hier über Wetter.de.


Welche Kleidung sollte ich mitnehmen?

Die Omanis sind ein sehr weltoffenes und tolerantes Volk. Dennoch befinden wir uns hier in einem überwiegend muslimischen Land, deren Regeln wir schon alleine aus Respekt berücksichtigen sollten. Männer werden in Städten nicht gerne mit kurzen Hosen gesehen, Frauen sollten Schultern und Beine bedeckt halten und nicht zu enge Kleidung tragen. Miri ist mit diesen weiten Stoffhosen unterwegs sehr glücklich gewesen*:

Dazu ein T- Shirt mit Ärmeln und ein großes Tuch als Schutz vor der Sonne und zum Überwerfen, fertig.

Mit lockerer Kleidung macht man nichts falsch…

Da der Oman noch dazu das reinste Outdoorparadies ist, würden wir empfehlen auch ein paar leichte Trekkingschuhe für Wanderungen, sowie entsprechende Outdoorkleidung einzupacken.


Komme ich im Oman mit Englisch zurecht?

Definitiv ja. Infrastruktur und Schulsystem sind gut, so dass viele Omanis tatsächlich Englisch sprechen. Alle anderen versuchen es mit Händen und Füßen und sind stehts hilfsbereit.


Kann ich unkompliziert dort Auto fahren?

Ja. Die Hauptstraßen sind sehr gut ausgebaut (s.GÜNSTIG Reisen – Oman für Entdecker), die Beschilderung findet man in lateinischer und arabischer Schrift vor. Wir sind mit unserem kleinen Toyota Yaris wunderbar zurecht gekommen.


Ist Wildcamping erlaubt?

Hierzu haben wir keine offizielle Aussage gefunden. Jedoch wird es offenbar überall geduldet (s. hierzu auch diesen interessanten Spiegel- Online Artikel) Bitte unbedingt darauf achten, das Zelt nicht aus Versehen in einem ausgetrockneten Flussbett aufzubauen. Sollte es doch einmal zu einem Sturzregen kommen, laufen diese oft so schnell voll, dass sie sich zu reißenden Flüssen entwickeln, ehe man selbst es überhaupt realisiert hat. Wir selbst haben nirgendwo Probleme mit unserem Zelt bekommen. Im Gegenteil, am Strand hinter Ras al- Had haben uns die Omanis im angrenzenden Dorf sogar selbst aufgefordert, doch hier im Zelt zu übernachten.

Im Oman zelten? Kein Problem!

Ist der Oman gefährlich?

Wir würden sagen: definitiv nicht! Der Oman gilt als absolut sicheres Reiseland mit wenig Straßenkriminalität oder Delikten wir Raub, Mord, Vergewaltigungen etc. Oftmals liest man in diversen Foren Hetzkommentare von wegen: „und von unseren Steuern werden dann Eure Lösegelder bezahlt…“ das ist aber offenkundig totaler Quatsch. Eine Ausnahme:

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. (Quelle: Auswärtiges Amt)

Nachdem wir uns so unfassbar wohl und willkommen gefühlt haben und auch den Eindruck hatten, dass alle Menschen, die wir trafen sehr zufrieden und glücklich wirkten, haben wir uns ein wenig in die politische Geschichte des Landes eingelesen. Ganz offenbar liegt der Grund beim aktuellen Sultan… der als äußerst friedliebend und diplomatisch gilt und viel Geld im Land in Bildung, Infrastruktur und ökologische Projekte investiert. Das sorgt dafür, dass sich nicht nur die Menschen in den großen Städten unterstützt fühlen, sondern auch die, die auf den Dörfern umher leben. Den Arabischen Frühling hat der Oman daher recht unbeschadet überstanden. Die Menschen hatten einfach kein Bedürfnis nach Revolution. Sie sind zufrieden und haben keinen Anlass, politische Veränderung anzustreben.

Anbei hier die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.


Highlights

Maskat

Der Besuch der Altstadt und des Sultan- Palasts lässt sich wunderbar mit dem Besuch im Museum verknüpfen. Mit dem Mietwagen geht es dann zur etwas außerhalb gelegenen Sultan Quaboos Moschee. Nicht immer ist der Eintritt für nicht- Muslime erlaubt. Aber auch außerhalb der Besuchszeiten für Nicht- Muslime lohnt es sich, durch den herrlichen Garten zu schlendern und durch die hohen Torbögen einen Blick in die Innenhöfe zu werfen. Abends stromert man noch ein wenig durch die Souks am Hafen und schaut von einem der Restaurants aus, wie sich die Kreuzfahrtschiffe sanft im Hafenbecken bewegen.

Die Sultan Quaboos Mosche: unbedingt sehenswert!

Fort Nakhl

Die Lehmfestung ist ein Paradebeispiel der Omanischen Baukunst. Wie ein Traum aus 1001 Nacht bettet es sich zwischen den dichten Palmen des Oasendorfes ein. Viele kleine Räume wurden liebevoll restauriert und bieten einen Einblick in das damalige Leben im Fort.

Alte orientalische Luft schnuppern im Fort Nakhl

Nizwa

Nizwa wird die Geschmäcker scheiden. Uns selbst war es deutlich zu touristisch und zu wenig authentisch dort. Dennoch lässt es sich gemütlich durch die zahlreichen Souveniershops bummeln, Kaffee trinken und dem bekannten Museum einen Besuch abstatten. Optional kann man sich hier zwischen 2 Stunden und einen ganzen Tag aufhalten

Wer es touristisch mag, bummelt ein wenig durch die Souks von Nizwa

Verlassene Lehmstadt Al- Hamra

Von Nizwa aus fährt man nun auf der Hauptstraße weiter Richtung Balha, ehe die Straße nach Al- Hamra rechts abbiegt. Zunächst sieht hier nichts nach verlassener Geisterstadt aus. Wir waren irritiert. Intuitiv folgen wir erst einmal der Beschilderung um Al- Hamra- Viewpoint. Und tatsächlich: auf dem Weg dorthin passieren wir den alten Teil der Stadt. Verlassene Lehmhäuser reihen sich aneinander. Ziegen liegen faul in der Sonne auf der Straße. Hier und da stromert noch jemand durch die Gassen. Einige wenige haben ihre Häuser hier noch nicht aufgegeben, doch der größte Teil der Gebäude steht leer, verfällt langsam. Offene Türen und Fenster geben den Blick frei auf traditionelle Baukunst und Lebensweise.

Und das Beste!: Wir sind alleine hier! Al- Hamra scheint ein Geheimtipp zu sein. Wir jedenfalls saugen die Geschichte dieses Dorfes ein und genießen den Tag. Eines unserer Top- Highlights.

Al- Hamra: Mal irgendwie noch bewohnt…
…und mal komplett verlassen…

Wandern in der Schlucht vom Jebel Shams

Die Schlucht vom Jebel- Shams, die auch Grand- Canyon des Omans genannt wird, ist unser persönliches Must-Have-Seen für Abenteurer. Unser ursprünglicher Plan ist es, dort abends einzutreffen, auf dem Parkplatz zu campen und dann morgens ganz früh eine der möglichen Wanderungen zu machen. Wenn Ihr keine Trekking-Ausrüstung dabei habt, könnte das Euer Plan A sein.

Wir kamen jedoch schneller als erwartet an, nämlich gegen vier Uhr nachmittags. Nach einem Stopp am etwa 8 km vorher an der Straße liegenden Jebel- Shams- Resort, das neben klassischen Infos auch geführte Touren, etwa zu Fuß oder mit dem Mountain- Bike, anbietet, entscheiden wir uns, heute noch auf den Balkony Walk zu starten und in der Schlucht zu übernachten.

Der Balcony Walk gilt als sehr einfach zu bewältigen und soll noch dazu den schönsten Ausblick in die Schlucht bieten. Ca 1,5 Stunden veranschlagt man für eine Strecke. Der Wanderweg ist eine Sackgasse und endet kurz hinter einem verlassen Dorf mitten in der Schlucht. Dort haben die damaligen Bewohner mühsam Terrassen in den Hang geschlagen, wohl, um Gemüse anzubauen. Wie man an einem solch einsamen und unwegsamen Ort leben kann, ist uns noch immer ein Rätsel, aber vermutlich ist er auch genau deswegen mittlerweile vollkommen verlassen. Nur noch ein paar Grundmauern zeugen von den kleinen alten Gebäuden.

Seinen Namen trägt der Balcony Walk, weil er nichts anderes ist, als ein kleiner Trampelpfad, der direkt an der Abbruchkante der Schlucht entlang führt. Auf dem Weg selbst merken wir nichts davon, wie schmal er tatsächlich ist und wie tief es rechts von uns eigentlich hinunter geht. Erst als wir Tage später die GoPro Aufnahmen sehen, realisieren wir, wo wir da eigentlich her gelaufen sind. Daher denken wir, kann man ihn durchaus auch trotz leichter Höhenangst laufen. Er ist gut ausgebaut und erfordert kein wirkliches Geschick.

Gegen 18 Uhr, pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir sein Ende. Und wir sind alleine. Auf die Idee, hier zu übernachten ist heute niemand außer uns gekommen. Wir saugen die Stille tief in unsere Lungen und lassen diesen sensationellen Tag bei einem kleinen Lagerfeuer ausklingen, ehe wir uns in unser kleines Zelt kuscheln.

Der Morgen danach: was für ein Panorama beim Aufstehen!
Beim Frühstück nicht nur die Seele, sondern auch die Füße baumeln lassen.

Wüstentour

Die Orte Al Mintirap und Al Wasil gelten als der Eingang zur Omanischen Wüste. Wüstentouren im Norden starten in der Regel von hier aus.

Laut unserem Reiseführer offerieren hier zahlreiche Tourenanbieter ihr Dienste. Mit dem Kleinwagen alleine in die Wüste fahren? Nicht möglich. Selbst mit einem 4×4 als Leihwagen wird in der Regel von Alleingängen abgeraten. Wer wirklich Wüstenfeeling spüren möchte, muss schon so weit hinein, dass er schnell die Orientierung verlieren könnte, stecken bleibt, oder sich komplett verfährt.

Wir haben zwei Anbieter aufgetan, wovon einer lediglich 2- Tages- Touren zum Komplettpreis von umgerechnet ca. 65 EUR p.P. anbot. Gestartet wird gegen 13 Uhr mittags. Nach ca. 4 Stunden erreicht man das Wüstencamp. Essen und Übernachtung sind in den Angeboten also in der Regel inkludiert. Am nächsten Morgen geht es dann optional zum Kamelreiten, zur Jeepsafari oder sonstigen Aktivitäten, ehe man gegen Nachmittag wieder am Ausgangspunkt abgesetzt wird. Der zweite Anbieter verlangte schon alleine für eine 6 Stündige Tagestour mit Kamelreiten umgerechnet 150 EUR.

Im Internet konnten wir leider keine Anbieter mit Onlinepräsenz finden. Es empfiehlt sich daher, etwas früher anzureisen und einfach in ein paar „Reisebüros“ (es gibt 4-5 jeweils am Straßenrand) nachzufragen und Preise zu vergleichen.

Wir selbst haben auf eine Tour verzichtet, weil wir Ähnliches bereits im Wadi Rum und in der Sahara gemacht haben.


Wadi Bani Khalid

Wir empfehlen unbedingt ganz früh morgens anzukommen, um die Pools und Aussicht alleine genießen zu können. Wir selbst kamen gegen 8.00 Uhr an und hatten die komplette Anlage für uns alleine. Gemütlich kochten wir Kaffee, frühstückten und nahmen ein ausgiebiges Bad im kühlen Nass, ehe gegen 10.00 Uhr die ersten Touristen- Gruppen anrollten.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns bereits in unsere Badekleidung geschmissen, um durch die unterschiedlichen Pools mit ihrem glasklaren Wasser zu schwimmen. Während sich also die Felsen und Wege mit Menschen füllten, betrachteten wir das Spektakel gemütlich von der Wasserseite aus.

So würden wir es jedem anderen auch ans Herz legen!

Der frühe Vogel badet alleine…

Sur

Hellblaues Wasser, gelb-rote Lehmbauten, grüne Palmen: das ist Sur! Wir bummeln durch die Gassen, lassen uns treiben. Sehenswert ist die alte traditionelle Werft, rechts vor der modernen Hängebrücke, sowie der Fischmarkt und die Souks. Auch ein Abstecher zum gegenüberliegenden Leuchtturm von Al- Aya lohnt sich unbedingt.

Traditionelle Schiffsbaukunst in Sur.

Ras al- Had

die Strände auf der kleinen Halbinsel nicht unweit von Sur sind mit Abstand die schönsten, die wir im ganzen Oman gesehen haben! Kristallklares Wasser und ein sanft abfallender, weißer Sandstrand laden ein, einen Tag die Sonne zu genießen und die Seele baumeln zu lassen.

Der schönste Strand auf unserer Tour.

Schildkrötenbeobachtung am Turtle Beach Resort

Im Frühjahr lassen sich hier zahlreiche kleine Babyschildkröten auf ihrem Weg ins Wasser beobachten, sowie die großen Muttertiere nachts bei der Eiablage.

Wer das Spektakel alleine erleben möchte, kann auch einfach einen beliebigen Strandabschnitt weiter südwärts wählen. Einige Wege zum Strand lassen sich hier jedoch nur mit Allradantrieb bewältigen. Wir sind zwar mit unserem kleinen Toyota durch gekommen, jedoch nicht, ohne das ein oder andere Mal etwas zu zittern. Den Strand, der uns von ein paar Omanis empfohlen wurde markieren wir Euch auf der Karte (Koordinaten: 22.343348, 59.817612)

Wer auf eigene Faust Schildkröten beobachten möchte, sollte bitte Folgendes berücksichtigen:

*keine grellen Taschenlampen – das irritiert die großen Schildkröten und verschreckt sie

*daher auch kein Blitzlicht zum Fotografieren verwenden

*ruhig verhalten

*ausreichend Abstand halten


Bibi Maryam bei Qualhat

Diese Ausgrabungsstätte zu finden war für uns nicht einfach. Wir fanden leider keine Beschilderung. Daher hier die Koordinaten: 22.696134, 59.373192

Das beeindruckendste Gebäude der Stätte ist wohl das große Mausoleum, das, so sagt man, der Sultan von Hormus Bahauddin Ayez im 13th Jahrhundert für seine Frau Bibi Maryam errichten ließ. Wirklich sicher ist man sich hier aber wohl nicht. Wir konnten auch Berichte finden, denen zur Folge Bibi Maryam das Mausoleum selbst bauen ließ. Wie auch immer es war, wir empfanden die Stille der Umgebung und die Kulisse als so beeindruckend, dass es das Mausoleum auf jeden Fall mit in diese Übersicht schaffen sollte.

Nicht ganz einfach zu finden…
…aber das Suchen war es wert!

Wadi Shab

Das Wadi Shab ist neben dem Wadi Bani Khalid eines der bekanntesten Wadis im Oman. Wir fragten eine Schweizer Reiseleitung, die wir unterwegs trafen, welches sie schöner fände, woraufhin sie uns sagte: „Das kann ich nicht beantworten… das Wadi Shab ist einfach so anders als das Wadi Bani Khalid.“

Diese Aussage können wir im Nachhinein voll unterschreiben. Wir persönlich fanden das Wadi Banib Khalid zum Canyoning deutlich schöner, weil es mehr kleinere Becken und Passagen gab. Canyoning im Wadi Shab fanden wir anspruchsvoller und würden ungeübten empfehlen, einen Neopren zu tragen, weil es zwischendurch durchaus kleinere Strömungen und Tiefen gibt, an Stellen, wo man sich im Rand nur schwierig festhalten kann. Das Highlight ist sicherlich die Höhle mit dem Wasserfall am Ende der Strecke. Sie ist nur durch das Wasser erreichbar. Hierzu zwängt man sich durch einen recht engen Spalt mit deutlicher Strömung. Miri traute sich nicht hinein, weil sie, anders als im Wadi Bani Khalid, ohne Neopren unterwegs war und es von außen nicht ersichtlich war, wie es drinnen aussieht. Das Wasser ist auch hier sehr tief und es gibt kaum Möglichkeiten zum Festhalten am Eingang der Höhle.

Wir persönlich würden das Wadi Shab eher zum Wandern empfehlen. Die Landschaft und Wege sind weitläufig, immer wieder säumen kleine Pools und Palmen den ca. 45 minütigen Weg bis zum Ende.


Routenvorschlag für 10 Tage

Tag 1

Maskat

Altstadt, Palast, Moschee und Souks.

Tag 2

Fort Nakhl und Weiterfahrt nach Nizwa

Alte Baukunst eingebettet in Palmen erleben

Tag 3

Nizwa, Al Hamra und Anreise Jebel Shams

Museumsbesuch, bummeln und genießen

Tag 4

Wandern in der Schlucht vom Jebel Shams und Lehmfestung Balha

Tag 5 und 6

Übernachtung in der Wüste

Tag 7

Canyoning im Wadi Bani Khalid und Anreise nach Sur

Tag 8

Sur und Ras al-Had

Tag 9

Mausoleum Bibi Maryam und Wandern/ Canyonig im Wadi Shab

Tag 10

Rückreise nach Maskat mit optionalen Zwischenstopps auf dem Weg


 

2 Antworten

  1. Christina
    | Antworten

    Hallo ihr beiden!
    Super Artikel, vielen Dank für so viele Infos! Speichere ich mir mal für später 😉 Mein Freund und ich reisen zwar viel, aber im Oman waren wir noch nicht und möchten nächstes Jahr sehr gern dort hin!
    Liebe Grüße
    Christina

    • Andy und Miriam
      | Antworten

      Hallo Christina,

      vielen lieben Dank für das tolle Feedback, darüber freuen wir uns sehr! 🙂 Wir sind auch nur durch die günstigen Flugangebote auf den Oman gekommen und waren einfach unfassbar positiv überrascht! Wir möchten gerne so viele Ecken wir möglich auf der Erde sehen und es gibt nur ein paar Länder, von denen wir sagen: trotz limitierter (Urlaubs)Zeit möchten wir dort auf jeden Fall noch einmal hin. Der Oman steht seit unserem Aufenthalt dort mit auf dieser Liste. Wir haben uns wirklich super wohl gefühlt und hatten viele tolle Momente und Begegnungen.

      Wir drücken euch die Daumen, dass es euch dann nächstes Jahr auch so ergeht! Wenn Ihr noch weitere Fragen habt, meldet euch immer gerne!

      LG
      Miriam mit Andy

Senf dazu geben? Her damit!