Reisen mit Hund – die besten Spontantrips. Teil 1: Frankreichs schöne Küsten
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Reisen mit Hund – die besten Spontantrips. Teil 1: Frankreichs schöne Küsten

Sagt mal, Ihr seid doch sooft mit Hund unterwegs- habt Ihr da Reisetipps?

Das wurden wir in den letzten Wochen öfters gefragt. Wir beschlossen: es ist an der Zeit, unsere besten Spontantrips, die wir in den letzten drei Jahren zusammen mit Skar unternommen haben, für dich aufzubereiten. Zusammengestellt haben wir die Touren, so wie wir sie unternommen haben. Sicherlich gibt es rechts und links des Weges noch so Manches, was wir nicht gesehen haben und dich interessieren könnte. Also schnapp dir zusätzlich einen guten Reiseführer und stöbern los! Ob nun Urlaub mit Hund – oder ohne… hier sollte was für dich dabei sein!


 

Frankreichs schöne Küsten

Tag 1

Anreise und Fécamp

Für die Anreise benötigen wir rd. 9 Std. Wir haben es uns zunächst als Ziel gesetzt, keine Mautstraßen zu nutzen, was sich im Laufe des Urlaubs als Schnapsidee herausstellte… aber nun gut. An Tag 1 ziehen wir es noch gnadenlos durch. Über Holland und Belgien geht es Richtung Normandie. Nach der Grenze schlängelt sich unser Weg durch malerische Dörfer und kleine Gassen.

Fécamp

Gut ausgeschildert ist der Weg zum Touristenzentrum. Hier gibt es einen großen Parkplatz und freundliche Mitarbeiter, die uns mit reichlich Informationsmaterial versorgen. Wir wollen die Zeit bis zur Abenddämmerung unbedingt nutzen, um die höchsten Klippen der Normandie zu erklimmen. Geduldig erklären sie uns den Weg auf einer kleinen Karte, die sie uns mitgeben.

Vorbei am Hafen geht es, ehe sich ein kleiner versteckter Weg serpentinenartig zwischen hübschen kleinen Wohnhäusern hochschlängelt. Es dauert nicht lange- vielleicht 20 Minuten- dann sind wir oben.

Frecamp

 

Alte Bunkeranlagen reihen sich aneinander, der Blick aufs Meer ist traumhaft! Wir lassen uns ins Gras fallen und genießen die Abendluft während Skar glücklich ist, sich die Beine vertreten und wild umherschnüffeln zu können.

Die Nacht verbringen wir zwischen Fécamp und Honfleur auf einer Wiese am Straßenrand. Wie? Im Zelt. Wir sind Wildcamper. Mehr dazu hier.

Tag 2

Tagesziel sind heute die D-Day-Strände der Normandie. Im Juni 1944 begann hier der Fall von Nazi-Deutschland als mehr als hunderttausend Soldaten die Küsten stürmten und zunächst die Normandie und später das ganze Land von den Nazis befreiten. Viele Schauplätze werden dir aus „Der Soldat James Ryan“ bekannt sein, dessen erste Szenen an diesem geschichtsträchtigen und grausamen Tag spielen.

Honfleur

Zwischenstop. Ein malerisches Örtchen mit einem historischen Hafen. Hier mündet die Seine in den Ärmelkanal. Wir erreichen Honfleur an einem Sonntag. Daher ist nicht nur die Touristeninfo, sondern auch vieles andere geschlossen. Also machen wir Pause im Hafen und genießen die traumhafte Kulisse um uns herum.

Skar in Honfleur

Nach einem Picknick dort geht es weiter. Wir erreichen die D-Day-Strände.

Die D-Day-Strände

Hier kannst du dich treiben lassen. Parkplatzmöglichkeiten gibt es jeweils vor den Abschnitten, die Strände sind gut ausgeschildert. Wir besuchten Sword Beach, Juno Beach und Gold Beach. Überall findest du Hinweise auf die große Schlacht, Informationstafeln und das ein oder andere Museum. Wir nutzen die Zeit zusätzlich zum Miesmuschelsammeln. Pass aber auf, dass du keine alten Muscheln zum Essen mitnimmst, sonst kann dein schöner Urlaub unter Umständen jäh unterbrochen werden. Die Muscheln sollten im Tang kleben und auf jeden Fall noch absolut fest verschlossen sein. Ein offener Spalt ist ein Hinweis darauf, dass die Muschel bereits tot ist – wer weiß wie lange schon… also Finger weg!

Die Nacht verbrachten wir in einem Feld Nähe Gold Beach nach einem leckeren Muschelmahl mit Pasta.

Tag 3

Arromanches

Imposant ragen hier die Überreste einer riesigen künstlichen Hafenanlage aus dem Meer, die einst nach der Landung von den Alliierten erbaut wurde, um Soldaten, Fahrzeuge und Ausrüstung an Land zu bringen. Sehr anschaulich erklärt ist das Ganze im Musée du Débarquement und dem Arromaches 360 wo du auf einer 360 Grad-Leinwand die Eroberung der Normandie nachverfolgen kannst.

Arromanches

Pointe du Hoc

Grausam, spannend, idyllisch… für diesen Ort gibt es wohl viele zutreffende Bezeichnungen. Wie an so vielen Stellen des Atlantikwalls treffen hier wunderschöne Landschaften auf Orte vergangenen Grauens und in der Luft liegt eine Mischung aus Ehrfurcht und Demut in Anbetracht der Ereignisse des zweiten Weltkrieges aber auch Bewunderung für die Schönheit der Natur und wie sie sich diesen Platz langsam und leise zurückerobert.

Pointe du Hoc

Stöbere durch alte Geschützstände und Bunkeranlagen, genieß den Ausblick auf die schroffe Küstenlandschaft, staune über die Bombentrichter, die noch immer den Boden zerfurchen und mach dir ein Bild über die Tapferkeit der US-Ranger, die diesen Ort einst eroberten und über die blutige Schlacht, die sie hier führten. Infos bekommst du am Eingang auch in Deutsch und Englisch zusammen mit einem gut aufbereiteten Lageplan auf dem die einzelnen Stationen und Gebäude erklärt sind.

Soldatenfriedhof La Cambe

Vielleicht nicht für jeden interessant. Wir waren hier, um nach dem Großvater eines Freundes zu suchen, der hier damals gefallen ist. Wir haben ihn nicht gefunden, zwischen all den Reihen von Kreuzen im Boden. Ein bedrückender Ort. Aber vielleicht muss man einen solchen Tag auch so abschließen, um zu begreifen, wie gut es uns mittlerweile in Europa geht, dass wir in Frieden leben können.

Soldatenfriedhof

Von hier aus geht es weiter Richtung Westen. Nach einem Abstecher zum nächtlichen Monte St.-Michel suchen wir uns ein ruhiges Schlafplätzchen auf einer Rastplatzwiese dort in der Nähe.

Tag 4

Mont St.-Michel

Der Mont Saint Michel gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist jeden Fall unser Must-Have-Seen in Frankreich. Die von Schutzwällen umgebene Stiftskirche ist auf einer Insel beheimatet, die nur durch einen Wall, bzw. Brücke mit dem Festland verbunden ist. Als wir im September 2012 dort waren, wurden wir noch Zeugen der regen Baumaßnahmen, die dort über Jahre hinweg stattfanden, um die Bucht rund um den Berg zu renaturalisieren. Konnte man früher noch mit Auto und Wohnmobil bis an den Fuß des Berges heranfahren, so befindet sich nun eine riesige Parkplatzanlage auf dem vorgelagerten Festland. Zu Fuß oder mit einer kleinen Pendelbahn gelangst du dann über die Brücke zum Eingang.

Mont St. Michel

 

Ein Spektakel ist es, sich den Berg vom Festland aus im Dunkeln anzuschauen. Täglich bei Einbruch der Dunkelheit wird er hell beleuchtet. Stufen und Aussichtsplattformen laden zum Verweilen und Ausblick-Genießen ein.

Cancale

Die Austernhauptstadt! Wenn dir der Trubel auf Mont St.-Michel zu viel wird, findest du hier Ruhe und Genuss! Unser Tipp: Bummel vorbei an den Restaurants am Ende der Bucht bis hin zu den kleinen Verkaufsständen.

Markt in Cancarle

 

Cancale

Hier kannst du extrem gute und extrem günstige Austern kaufen. Wir hatten damals 12 Stück für 12 EUR erstanden – inkl. Zitrone- die wir dann gemütlich auf den Stufen mit Blick auf´s Meer geschlürft haben. Das war echt einer unserer vielen Highlightmomente der Tour!

St. Marlo

Weiter geht´s nach St. Marlo, wo Industrie und Kultur aufeinandertreffen. Für dich ist vermutlich eher die Altstadt interessant. Von imposanten Stadtmauern umgeben kannst du die engen Gassen und historisch anmutenden Kaufmannshäuschen bestaunen. Der angrenzende Hafen zählt zu den bedeutensten der bretonischen Nordküste.

Cap Fréhel

Wenn du dann noch einen sensationellen Sonnenuntergang genießen möchtest, führt dich dein Weg zum Cap Fréhel. Im Schatten der beiden Leuchttürme gibt es einen großen Wohnmobilparkplatz, auf dem wir es uns mit unserem Zelt gemütlich gemacht haben, jedoch nicht, ohne zuvor ein paar Wolfsbarsche von den Klippen zum Abendessen einzuladen. 😉

Cap Frehel

Ginster und Heidekraut prägen das Landschaftsbild. Bei guter Sicht kannst du von der Spitze aus die ganze bretonische Nordküste überblicken. Ein traumhafter Ort!

Wenn du hier eine gute und naturnahe Übernachtungsmöglichkeit suchst, schau mal auf unserem YouTube Kanal nach. Im April 2016 waren wir noch einmal hier und haben einen Campingplatz und unser (oder besser Skars) neues großes Familienzelt ausgetestet.

 

 

Tag 5

Roscoff

Von Roscoff haben wir irgendwie nicht viel gesehen. Unser Ziel war die große Fischauktion, die nachmittags stattfinden sollte, aber die Daten in unserem Reiseführer waren leider nicht mehr aktuell, so dass wir vor verschlossenen Türen standen. Die Stadt an sich soll aber dennoch einiges zu bieten haben, eine wunderschöne Altstadt zum Beispiel und die echten rosa Zwiebeln- Roscoffs Exportschlager.

Trézien

Oh Trézien… lange hatten wir gebraucht, ehe wir im Reiseführer überhaupt gefunden hatten, wo wir waren, als wir auf die märchenhaften, fast weißen Sandstrände, umsäumt von hohen heidebewachsenen Klippen stießen.

Unser Insidertipp

Bei Trezien

Geschlafen haben wir auf einem Rastplatz in der Nähe. Es gab aber auch einen kleinen Campingplatz mit Wohnmobilstationen oberhalb der Strände. Hier war es so schön, dass wir direkt mal einen spontanen Strandtag einlegten.

Tag 6

Strandtag

Auch Faulenzen muss im Urlaub mal sein. Wenn nicht hier und jetzt- wann dann? Such dir ein ruhiges Plätzchen an einem der traumhaften Strände, lass deine Seele baumeln und nimm ein Bad im kristallklaren Atlantikwasser!

Abends schläfst du entweder noch einmal auf dem Campingplatz, oder du machst dich auf zum nächsten Ziel.

Tag 7

Pointe de St. Mathieu

Wir sind schon am Vorabend angereist und haben den Sonnenuntergang an der Ruine genossen. Geschlafen haben wir hinter eine Hecke am Parkplatz.

St. Matieu

Von der alten Klosteranlage ragen eigentlich nur noch Fassade und Grundmauern empor. Gespenstisch und spannend zugleich ist es, durch die alten Gänge und Räume zu wandern und dabei sehen zu können, wie die Wolken am blauen Himmel über dir vorbeiziehen.

Wenn du die Atmosphäre genossen und alles gesehen hast, lohnt sich noch ein kleiner Abstecher auf die andere Seite zum Marinedenkmal.

Denkmal bei St. Matieu

Anschließend führt dich unsere Tour auf die wunderschöne Halbinsel Crozon.

Crozon

Wow! Hier gibt es türkisfarbenes Wasser, weiße Buchten, Heidekraut und Stechginster, Felsen und Klippen- ein einmaliger Ort für Naturliebhaber! Du kannst wandern, baden, im Hafen angeln oder den Blick auf´s Meer von einem der Aussichtspunkte genießen!

Halbinsel Crozon

Wander- und Umgebungskarten bekommst du im Touristenbüro im Hauptort. Das Zentrum ist gut ausgeschildert.

Update: 2016 waren wir erneut- aber diesmal gleich mehrfach auf der Halbinsel Crozon unterwegs, weil wir es einfach so traumhaft finden dort: Das passende Video gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=g42TDSuY2ik

 

 

Tag 8

Pointe de Pen-Hir

Weiter geht s auf der Crozon-Halbinsel. Vom Pointe de Pen-Hir aus hast du einen tollen Blick über die schroffen Klippen und die anderen Kaps der Halbinsel.

Point de Pen Hir

Gleichzeitig triffst du hier auf das alte Fort Kerbonn. Diese von den Franzosen im Jahre 1889 erbaute Küstenfestung wurde nach dem Einmarsch der Nazis 1940 von der deutschen Marine übernommen und ausgebaut. Überall findest du alte Fundamente und darauf aufgesetzte Betonanlagen. Noch nicht einmal in Pointe du Hoc erschien uns der Kontrast zwischen Vergangenheit und idyllischer Gegenwart so krass.

Pointe du Raz

Dein Sonnenuntergangsplatz to bee heute Abend! Das Gebiet drumherum steht unter Naturschutz. Auch hier lässt es sich gut wandern und verweilen. Infos bekommst du zusätzlich im Besucherzentrum.

Point du Raz

Point du Raz Sonnenuntergang

Der Eintritt kostete 2012 4 EUR p.P. (Update: nun, 2016, sind es 6,50 EUR), zahlbar bei Ausfahrt mit dem PKW. Vom Besucherzentrum aus solltest du auf jeden Fall 20- 30 Minuten zu Fuß einplanen ehe du den Aussichtspunkt erreichst. Übernachtet haben wir zusammen mit zahlreichen anderen Wohnmobilien auf dem Parkplatz; ein toller Abschluss nach einem solch schönen Erlebnis.

Tag 9

Carnac

Jetzt geht es eine ganze Ecke südwärts zum größten prähistorischen Komplex der Welt- also schnall dich an!

Carnac

Nun ja… also eigentlich lässt sich die ganze Dimension dieser gewaltigen Megalithanlagen wohl nur aus der Luft richtig begreifen. Eingerahmt von einem etwas ruhigeren Spazierweg und einer nicht ganz unbefahreren gewöhnlichen Verkehrsstraße kannst du die einzelnen Felder ablaufen. Was das Ganze soll? Man weiß es nicht. Theorien gibt es wohl viele, warum man diesen wahnsinnigen Aufwand irgendwann zwischen 4500 und 2500 v. Chr. betrieben hat und Unmengen von langen Findlingen senkrecht in die Luft ragend aufgestellt hat.

Deutlich spannender fanden wir die Dolmen etwas außerhalb. Eine Wegbeschreibung bekommst du im Besucherzentrum.

Dolmen bei Carnac

Tag 10 und 11

An Tag 10 musst du selbst entscheiden, ob du noch mit an Bord bist. Wir haben den Weg Richtung spanische Grenze angetreten. Nächstes Ziel: die Dune du Pilat. Wir hatten lange überlegt, ob wir noch einmal 6 Stunden im Auto verbringen wollen- aber wir haben nicht eine Minute der Fahrt bereut, als wir morgens in der Frühe den Pinienwald durchforsten und plötzlich wie aus dem Nichts vor einer riesigen gelben Wand stehen.

Die Dune du Pilat

Unser Tipp: der befestigte Treppenaufgang der Düne ist ausgeschildert. Wenn du auf den großen Besucherparkplatz zusteuerst, biege links ab und lasse die Düne ein paar Kilometer lang immer rechts von dir. Zahlreiche Campingplätze wirst du am Fuße des gewaltigen Sandwalls finden. Aufsteigen kannst du überall und kostenlos. Stell dich aber darauf ein, dass dir zwischendurch die Puste ausgeht. Skar war damals noch etwas fitter und begrüßte uns schwanzwedelnd als wir schwitzend und keuchend oben ankamen.

Dune du Pilat

Skar auf der Dune du Pilat

Die kleinen Punkte auf dem oberen Bild sind übrigens Menschen 🙂 Richtig begreifen kannst du es vermutlich erst, wenn du dort bist. Wir haben den Tag auf der Düne in der Sonne genossen. Nachdem wir die erste Nacht im Pinienwald verbracht hatten, beschließen wir: es ist Zeit für ein weiteres Highlight: Eine Nacht auf der Dune du Pilat! Zurück am Auto essen wir gemütlich zu Abend und raffen dann unsere Sachen zusammen. Mit dem Schlafsack und Wasserflasche unterm Arm geht es wieder aufwärts. Eingekuschelt und glücklich fühlen wir uns wie die Könige der Welt, als wir unterm Sternenhimmel einschlafen.

Tag 12

Bordeaux

Es wird Zeit, an den Rückweg zu denken. Doch lass dir Zeit! Frankreich hat auf dem Weg nach Hause noch so viel zu bieten. Wir entscheiden uns spontan für einen Abstecher nach Bordeaux. Freu dich auf typisch französisches Flair und gemütliche Cafés. Stromere durch die kleinen Gassen und lass die Seele baumeln. Übrigens wusstest du, dass Bordeaux seit 2007 auf der Welterbeliste der UNESCO steht?

Aber noch eine tolle Stadt steht auf unserem Rückfahrtprogramm. Die Nacht verbringen wir ausnahmsweise auf der letzten Autobahnraststätte im Auto. Die letzte Raststätte vor

Paris

Tag 13

Wow!!! Skar in Paris!

Ja, auch das geht tatsächlich! Klar solltest du wissen, dass du dich etwas einschränken musst, wenn du deinen vierbeinigen Kumpel bei dir hast. Öffentliche Verkehrsmittel sind tabu und bei einigen Sehenswürdigkeiten wirst du ihn auch nicht mit hinein nehmen können. Wir fahren direkt ganz früh mit dem Auto in die pulsierende Metropole. Ziel ist ein Touristenbüro in der Nähe der Oper- da gibt´s nämlich auch ein Parkhaus mit dabei. Puh, war das ein Ritt! Und wir glücklich, als wir endlich sicher eingeparkt haben- den neuen Wagen. Der Pariser hat halt ein etwas anderes Verhältnis zu seinem Gefährt. Hier wird nach Gehör eingeparkt und gefahren- das heißt: solange du nichts krachen hörst ist alles ok. Im Büro besorgen wir uns eine Hop-on-hop-off-Karte. Warum? Weil hier alle bekannten Sehenswürdigkeiten gut sichtbar drinstehen. Wir nehmen halt nicht den Bus- wir laufen.

Triumpfbogen

Eifelturm

Von der Oper geht es vorbei am Louvre, über die Champs Elysee zum Triumphbogen. Dann weiter zum Eifelturm. Auf der Wiese hier kannst du pausieren und die Stadt genießen. Letzter Stopp ist dann Notre Dame.

Natürlich ist ein Tag nicht genug, um diese unfassbare Metropole zu erkunden. Aber wenn du doch eh schon einmal in der Nähe bist- why not?

Gegen 17.00 Uhr – leider passend zur Rush Hour- verlassen wir den wohlbehüteten Tiefgaragenplatz und begeben uns mit dem Auto zurück ins Verkehrschaos. Eine Stunde später erreichen wir die Autobahn, spät nachts dann unser zuhause… immer noch geflasht von all den Eindrücken und Erlebnissen. Was für eine Tour!

In Frankreich mit dem Hund

Was musst du beachten, wenn du deinen Kumpel mit auf diese Tour nehmen willst? Alles Wichtige zur Einreise findest du hier. Zusätzlich kannst du auch noch einmal mit deinem Tierarzt sprechen, um sicher zu gehen, dass der Impfpass ausreichend und aktuell ist. Insgesamt haben alle Leute, die wir getroffen haben super positiv auf Skar reagiert. Vorm Notre Dame in Paris bildete sich sogar eine zweite Schlange neben dem Eingang, als einer von uns beiden mit ihm draußen warte, während der andere drinnen war. – Eine Schlange wollte in die Kirche, die andere Skar streicheln. 😉 An einigen Stränden musste er an die Leine, aber außer in Paris konnte er wirklich überall mit hin. Wir sind an vielen Campingplätzen vorbeigekommen- auch hier scheint das Mitbringen von Hunden kein Thema zu sein.

Wo schlafen?

Wenn du spontan und ohne Planung los willst, solltest du natürlich bezüglich der Unterkunft flexibel sein. Wir haben immer wildgecampt. Frankreich ist echt ein Wohnmobilparadies! Überall gibt es offizielle Stellplätze, auf denen man auch über Nacht stehen darf. Wir haben uns mit Auto und Zelt oft einfach dazwischen gequetscht und wurden morgens erstaunt aber fröhlich von den Wohnmobilinsassen bestaunt und begrüßt. Offiziell ist das natürlich verboten. Wir haben einen ausführlichen Artikel zum Thema Carcamping geschrieben und weisen dort auch auf das hin, was du dringend beachten solltest, wenn du wildcampen willst.

Offizielles Camping auf Campingplätzen geht aber auch sensationell! Viele Freunde von uns schwärmen von den tollen Plätzen mit angegliederten Badeparadiesen, mietbaren Mobilheimen, für die, die nicht im Zelt schlafen mögen, und supersauberen Waschmöglichkeiten.

Was essen?

Alles! Wir hatten irgendwie gedacht, das Preisniveau in Frankreich wäre total hoch. War es aber nicht. Weder 2012 noch 2013 als wir erneut im Land waren. Also genieß das Savoir vivre! Kaufe frisches Baguette, würzigen Käse, leckeren Rotwein… alles ist drin und du schließlich im Urlaub!

Der Franzose

…ist klasse drauf! Es gibt ja durchaus Vorurteile, dass Franzosen sehr introvertiert gegenüber Fremden- gerade auch gegenüber Deutschen- sind. Andy hatte vor ein paar Jahren auch tatsächlich diese Erfahrung gemacht. Auf dieser Tour jedoch erlebten wir das komplette Gegenteil: Sobald sie uns als Deutsche erkannten, winkten sie fröhlich, sprangen auf Englisch um, um sich besser mit uns unterhalten zu können und versuchten sogar ein paar Brocken Deutsch in die Unterhaltung zu werfen. Wir haben uns überall im Land richtig ehrlich willkommen gefühlt!

Und sonst?

Ehe du fährst schau auf jeden Fall auf den Französischen Ferienplan! Frankreich hat Zentralferien, das heißt während dieser Zeit wirst du kaum einen Fuß an den Boden bekommen- vermutlich auch nur schwer eine Unterkunft oder einen ruhigen Platz am Strand. Wenn dein Urlaub genau in diese Zeit fällt, dann weiche dieses Mal lieber auf unseren nächsten Tipp aus:

Großbritannien: ab auf die Insel.

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Übrigens:

Wir arbeiten gerade an unserem neuen Frankreich- Video von unserer 2016er Tour. Viele der Plätze hier haben wir erneut aufgesucht. Wenn du also Lust hast auf ein paar bewegte Bilder zu diesem Beitrag, dann abonniere gerne auch unseren YouTube- Kanal, um das Video nicht zu verpassen! 🙂

 

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Und wenn du auch schon einmal in der Normandie oder Bretagne warst, freuen wir uns total über deine Ergänzungen in den Kommentaren!

Alles LIebe

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Andy, Miri und Skar

Verfolgen Andy und Miriam:

Wir sind Andy und Miriam und wir sind reisesüchtig! Nach der Reise ist für uns vor der Reise! Wir brauchen diese Vorfreude, diese Spannung, ehe es zum nächsten Reiseziel geht! Wir brauchen, das Adrenalin, das uns durch die Adern rinnt, wenn wir bei der Flugsuchmaschine auf „buchen“ klicken, wenn der Flieger abhebt, wenn wir landen, wenn wir das erste Mal neue Gerüche in der Nase haben und fremde Sprachen hören, wenn wir mit Auto und Zelt unterwegs sind und sich unser Herz überschlägt, weil wir mal wieder DEN Mega- Platz für unser Nachtlager aufgetan haben… wir sind Adrenalinjunkies und wir sind Reisejunkies. Wir brauchen: REISEADRENALIN! Du auch?

6 Antworten

  1. […] veröffentlicht. Auf diese Art haben wir je zwei Wochen in Frankreich und in Großbritannien für unter 150 EUR p.P. verbracht (inkl. Lebensmittel, exkl. Sprit und […]

  2. […] Savoir vivre mit Hund? Kein Problem! 2012 er­kun­de­ten wir zu­sam­men mit Skar die Normandie und Bretagne. Ein bun­ter Mix aus Geschichte, atem­be­rau­ben­den Landschaften und traum­haf­ten Sandstränden er­war­tet dich! Highlights: Viele. Unter an­de­rem auch die Dune du Pilat und un­ser Abschlusstag in Paris, wo Skar die Nase so­gar kurz in den Louvre ste­cken durfte. Neugierig? Zum Artikel […]

  3. […] Reisen mit Hund– die bes­ten Spontantrips. Teil 1: Frankreichs schöne Küsten […]

  4. […] Reisen mit ihm un­ter­nom­men ha­ben. Schau gerne in un­se­ren ers­ten Artikel zur Serie Reisen mit Hund– die bes­ten Spontantrips. Teil 1: Frankreichs schöne Küsten und lass dich […]

  5. Die Bilderbummler
    | Antworten

    Hi Sabine! Das freut uns total, dass der Beitrag gerade bei dir als Hunde-Reise-Profi so gut ankommt!!! Cool! Wenn es für euch los geht, sagt mal Bescheid! Das Ebook hängt in den letzten Zügen. Layout ist seit gestern endlich fertig, nun fehlt noch das Inhaltsverzeichnis… wobei wir jetzt gerade überlegen, doch noch Google-Maps- Ausschnitte mit einzubauen… mal gucken 😉 GLG

  6. Sabine Depew
    | Antworten

    Ich bin total begeistert! Diese Tour planen wir schon länger und ihr gebt super Tipps! Und dann sogar noch als eBook! Klasse!

Senf dazu geben? Her damit!