Backpacking Indonesien – alles was du wissen musst
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Backpacking Indonesien – alles was du wissen musst

Nach Indonesien hat es uns für weitere 14 Tage verschlagen.

Wenn du hier mit Menschen ins Gespräch kommst, solltest du zwei Grundregeln berücksichtigen:

“Wer nicht handelt, hat verloren”

und

“Von A nach B sind es in der Regel mehr als 5 Kilometer- auf jeden Fall aber immer so weit, dass du die Strecke auf überhaupt gar keinen Fall laufen kannst, sondern eine der Fahrradrikschas oder Taxen am Platz nehmen solltest” 😉

Man ist hier einfach schon geschäftstüchtig unterwegs. Die obligatorischen avisierten 5 Kilometer Fußmarsch entpuppten sich daher mal als 900 und auch mal als 400 Meter. Nichts desto trotz ist natürlich eine Fahrt mit der Rikscha durchaus eine nette Erfahrung wert.

Indonesien selbst haben wir so vielfältig erlebt, wie wir es uns zuvor nicht hätten träumen lassen. Vom meist lauten und grau-brauen Java über ein satt-grünes und entspanntes, aber sehr touristisches Bali bis hin zum zurückhaltenden Flores- und noch immer haben wir nur einen Bruchteil von dem gesehen, was dieses Land zu bieten hat…

Unsere Route

Java: Jakarta- Bandung- Pangandaran- Yogyakarta- Prambanan- Mount Bromo

Flores: Labuan Bajo- Rinca

Bali: Jimbaran- Tagallalang- Penelokan- Tanah Lot- Denpasar

Transport

Anstrengender als erwartet.

Indonesien ist ja ein touristisch bereits breit erschlossenes Land und hat den Ruf über eine gut ausgebaute Infrastruktur zu verfügen. Generell gilt: der Größere hat Vorfahrt und: Wer bremst verliert. Wenn du einen empfindlichen Magen hast, solltest du Reisetabletten nicht vergessen und prophylaktisch schon einmal die Augen schließen, wenn es los geht. Von A nach B zu kommen ist gewiss sehr unkompliziert. Irgendwas geht immer. Entweder du buchst in der Unterkunft einen Minibustransport, du nimmst die Bahn, den Fernbus oder für kürzere Strecken den ganz normalen öffentlichen Bus.

Wir entschieden uns zunächst für einen Schnellbus, der uns recht einfach, aber bequem in 3,5 Stunden vom Flughafen nach Bandung brachte. Kostenpunkt: 45.000 Rupien p.P.

Zugfahrten in der Standardklasse bewegen sich etwa auf dem gleichen Preisniveau. Hier kann es sich aber lohnen, in ein Erste-Klasse-Ticket zu investieren. Wenn die Klimaanlage nicht funktioniert bekommst du sonst in der normalen Klasse durchaus Saunagefühle. Wir waren froh, als die 3 Stunden von Pangandaran nach Yogyakarta um waren.

Wenn du dich für einen Minibustransfer entscheidest- Kostenpunkt oft um die 100.000 Rupien p.P.- solltest du vielleicht das Fahrzeug zunächst in Augenschein nehmen. Meist sind diese Transfers deutlich teurer als die normalen Bustransfers, dafür aber auch nicht unbedingt komfortabler. In Yogyakarta haben wir eine Tour zum Bromo mit Weitertransport nach Denpasar gebucht. Im Preis enthalten war somit auch die Minibusfahrt zum Bromo. Glücklicherweise waren wir nur zu dritt im 8 Sitzer, denn die Fahrt war so schon anstrengend genug. Die quasi nicht vorhandenen Stoßdämpfer und das hier übliche aggressive Fahrverhalten des Fahrers sorgten nach 10 Stunden für arge Rücken- und Gesäßschmerzen sowie diverse gefühlte Magenumdrehungen. Glücklicherweise ging es am nächsten Morgen wieder mit den normalen Reisebus weiter.

Taxis fahren hier in der Regel mit Taxameter. Das macht es schwer, im Vorfeld den Preis abschätzen zu können. Du wirst nach einer Weile ein Gefühl dafür entwickeln. Wir haben für eine Std. Fahrtzeit ca. 60.000 Rupien bis 80.000 Rupien bezahlt, einige Fahrer ließen sich auch vorab auf Festpreise ein, was bei den chronisch verstopften Straßen in größeren Städten nicht verkehrt sein kann. An den Flughäfen hängen oft Preistafeln mit Beispielen aus. Wir haben mit etwas Verhandlungsgeschick diese Preise aber schnell mehr als halbieren können. Gut ist es immer, auf den Fahrten auch Kontakte mit Einheimischen zu knüpfen. Diese haben uns nicht selten Tipps zu ortsüblichen normalen Preisen geben können, so dass wir einschätzen konnten, ob ein Preis fair oder überzogen war.

Inlandsflüge lassen sich in den meisten Touristeninformationen buchen- in der Regel gegen Barzahlung. Die Preisunterschiede der unterschiedlichen Büros können enorm sein. Wir haben in fünf verschiedenen Büros angefragt und hatten Differenzen von um die 200.000 Rupien. Letztendlich haben wir unsere Flüge Denpasar-Labuan Bajo hin- und zurück für 1.750.000 Rupien p.P. gebucht. Ein Kanadier, den wir unterwegs kennengelernt hatten, hat bei Buchung direkt am Flughafen in etwa das gleiche bezahlt, so dass die Annahme, dass es direkt am Flughafen am günstigsten sei, auch nicht zuverlässig zu stimmen scheint. Er meinte, den besten Schnapp könne man machen, wenn man kurz vorher selbst online bei der jeweiligen Gesellschaft buche. Vielleicht hast du hierzu ja schon Erfahrungen gesammelt, die du hier weitergeben kannst und möchtest?

Geld und Währung

Geldautomaten soweit das Auge reicht….. die Bargeldversorgung sollte hier in der Tat das geringste Problem darstellen. An jeder Ecke kannst du mit deiner Kreditkarte am ATM Bares ziehen. EC Karten mit Maestro- oder Cirrus-Symbol sollten auch funktionieren- hier würde ich aber vorsichtshalber vor Reiseantritt noch einmal Rücksprache mit der Bank halten. Den aktuellen Wechselkurs findest du hier.

Unterkünfte

Der Vorteil wenn du auf touristisch voll erschlossenen Pfaden wandelst ist genau wie auch schon beim Transport: irgendwas geht immer. Auch hier gilt: Wenn du zwischendurch mal funktionierendes Internet hast, kann es Sinn machen, zwischendurch bei TripAdvisor zu stöbern.

Unsere Unterkünfte: In Bandung hatten wir uns bei „By Moritz“ einquartiert. Vom Reiseführer als DER Backpacker-Treff angepriesen, versuchte man uns zuallererst einen vollkommen überteuerten Ausflug zu verkaufen. Von anderen Backpackern keine Spur. Dafür wurde der Aufenthaltsraum abends von einer Horde Einheimischer bevölkert, die uns biertrinkend komisch beäugten. Das Zimmer war sauber und ok, ein leichter Kloakengeruch begleitete uns durch die Nacht. Wir waren dann auch ganz froh, als wir am nächsten Tag wieder weg waren.

Die nächsten Nächte verbrachten wir in Pangandaran im „Bamboo House„, auf das wir beim Stromern durch die Gassen eher zufällig gestoßen waren. Saubere große Zimmer mit Dusche und WC, leckeres Frühstück sowie Kaffe, Tee und Wasser tagsüber kostenlos. Absolut empfehlenswert!

Weiter ging es nach Yogyakarta. „Budget-Alternative für alle, die hier vor allem billig schlafen wollen“ urteilte unser Reiseführer über das „Mas Gun“. Gucken kann man ja mal, dachten wir uns, zumal sich in der entsprechenden Straße ohnehin ein Hotel an das Nächste reihte. Wir kamen also, sahen und packten aus. Alles prima. Sauber, mit Klima, Dusche und WC, das Frühstück brachte man uns hübsch angerichtet auf die kleine Veranda vor der Tür.

Im „Yoschi´s“ schliefen und aßen wir auf unserem Trip zum Bromo– kurz aber gut. Liebevoll eingerichtet Zimmer und leckeres Essen, wenn auch die Portionen eher Vorspeisengröße hatten…

Nach einer Nacht am Flughafen Denpasar gönnten wir uns dann 4 Tage „Luxus“. Das „Laprima“ in Labuan Bajo hatten wir ein paar Tage zuvor gebucht. Hier gibt es nichts zu meckern. Kostenlose Leihfahrräder ermöglichten schnell den Weg ins Dorf, Der Pool war wie alles andere auch pikobellosauber, das Personal mehr als freundlich, die Zimmer komfortabel und schön. Meerblick gab´s außerhalb der Hauptsaison ohne Aufpreis dazu, das Frühstück war für indonesische Verhältnisse überaus reichhaltig und der kostenlose Flughafentransfer sorgte für das Tüpfelchen auf dem i. Viele Urlauber beschweren sich in diversen Foren über den verschmutzten Strand. Hierzu sei gesagt, dass Indonesien ja, wie einige andere Länder auch, irgendwie ein generelles Müllproblem zu haben scheint. Selbst wenn man den Strand täglich gesäubert hätte: möchtest du zwischen Plastikflachen und leeren Umverpackungen im Wasser schwimmen?

Für unsere letzten beiden Nächte verschlug es uns nach Jimbaran auf Bali. Die „Villa Puri Royal“ war natürlich kein Vergleich zu dem 4 Sterne Komfort der vergangenen Tage, offerierte aber alles, was wir brauchten um zufrieden zu urlauben. Wenige Meter bis zum Strand, gutes Frühstück, saubere Zimmer und ein kleiner, hübscher, gepflegter Pool. Auch hier: Daumen hoch!

Touren/ Ausflüge

Pangandaran:

1 Tages Tour zum Green Canyon mit Zwischenstopp in einer Puppenmanufaktur und einer Schildkrötenaufzuchtstation, sowie anschließendem Body Rafting: 200.000 Rupien p.P.

1 Tages Dschungeltour auf der wir Flughunde, Tausendfüßler, Rotwild, riesige Schmetterlinge, Fledermäuse, Stachelschweine, einen Skorpion und diese riesigen Krachmacherdschungelfliegen gesehen haben: 250.000 Rupien

Yogyakarta:

Aufgrund eines Vulkanausbruchs waren leider die beiden Tempelanlagen Prambanan und Borobudur nur eingeschränkt zugänglich und niemand bot entsprechende Touren an. Da Prambanan mit öffentlichen Verkehrsmitteln in 1,5 Std erreichbar war, steuerten wir diese Anlage auf eigene Faust an. Kostenpunkt: 6000 Rupien p.P. für die Busfahrt (nein, es fehlt keine Null…) und 145.000 Rupien Eintritt p.P. Auch, wenn alles voll zugänglich gewesen wäre, jedoch eher enttäuschend klein…

2 Tages Tour zum Bromo– 1. Tag Hinfahrt, 2. Tag Besuch Bromo und anschließender Weitertransport nach Denpasar: 450.000 Rupien p.P.

Labuan Bajo:

1 Tages Tour zur Insel Rinca in den Komodo Nationalpark: 350.000 Rupien p.P zzgl. Guide (Betreten des Parks ist nur mit Guide möglich), zzgl. Steuern, zzgl. Parkeintritt

Jimbaran/ Bali:

Taxifahrer für einen Tag (ca. 9 Std): 600.000 Rupien (zu viel, wie man uns sagte, aber für uns war der Preis ok.- Wir glücklich, Taxifahrer glücklich- alles gut)

Essen und Trinken

Wenn du irgendwann kein Nasi Goreng und keine Mie Goreng mehr sehen kannst: Geh zum Fischmarkt. Wo immer es auch ging haben wir die örtlichen Märkte aufgesucht und uns dort frischen Fisch zubereiten lassen. Serviert wird zusammen mit Reis (was sonst?) und Gemüse, manchmal ist ein kleines Wasser inklusive. Wichtig ist, dass du dir keinen alten Fisch andrehen lässt- sonst erlebt dein Magen nachts vielleicht noch eine böse Überraschung. Schau hier, worauf du bei der Fischwahl achten solltest. Versprechen können wir dir: wenn der Fisch frisch ist, wird dein Gaumen eine wahrhaftige Geschmacksexplosion erleben!


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Und noch mehr Eindrücke gibt´s hier auf unserem YouTube Kanal

 

 

Verfolgen Andy und Miriam:

Wir sind Andy und Miriam und wir sind reisesüchtig! Nach der Reise ist für uns vor der Reise! Wir brauchen diese Vorfreude, diese Spannung, ehe es zum nächsten Reiseziel geht! Wir brauchen, das Adrenalin, das uns durch die Adern rinnt, wenn wir bei der Flugsuchmaschine auf „buchen“ klicken, wenn der Flieger abhebt, wenn wir landen, wenn wir das erste Mal neue Gerüche in der Nase haben und fremde Sprachen hören, wenn wir mit Auto und Zelt unterwegs sind und sich unser Herz überschlägt, weil wir mal wieder DEN Mega- Platz für unser Nachtlager aufgetan haben… wir sind Adrenalinjunkies und wir sind Reisejunkies. Wir brauchen: REISEADRENALIN! Du auch?

5 Antworten

  1. […] Backpacking Indonesien — alles, was du wissen musst […]

  2. […] In Februar 2014 hat es uns auf un­se­rer Südostasien-Tour un­ter an­de­rem für 14 Tage nach Indonesien ver­schla­gen. Die all­ge­mei­nen Infos fin­dest du hier: Backpacking Indonesien — ein Land, tau­send Gesichter […]

  3. […] Die Kosten für un­sere Indonesien-Tour fin­dest du hier: Indonesien– al­les, was du wis­sen musst […]

  4. […] Indonesien– ein Land, tau­send Gesichter […]

  5. […] in Marokko… 4 Jahre alter fermentierter Fisch in Norwegen… eingelegte Qualle in Indonesien… Andy probiert grundsätzlich erst mal alles. Wir waren in Asien immer auf der Suche nach […]

Senf dazu geben? Her damit!