FRANKREICH: 7 Gründe für einen URLAUB in der BRETAGNE
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FRANKREICH: 7 Gründe für einen URLAUB in der BRETAGNE

eingetragen in: Europa, Reisen mit Hund | 8

In den letzten Wochen hat du ja schon viele Eindrücke unseres diesjährigen Frankreich- Besuchs auf YouTube sehen können.

Heute ist es an der Zeit, unsere Frankreich- Begeisterung einmal in Worte zu fassen. Herausgekommen ist dabei ein Beitrag, in dem wir dir unsere 7 Highlights der Bretagne zusammengefasst haben. 7 Gründe, warum die Bretagne neben Nordnorwegen unsere größte Liebe in Europa geworden ist und warum du unbedingt einmal Urlaub in der Bretagne machen solltest!


1. Natur

Die Bretagne, gerade an der Atlantikküste, begeistert durch schroffe Klippen und feine, helle Sandstrände. Wo im Frühling die Stechginster alles in sattes, leuchtendes Gelb verwandelt, blüht ab Sommer bis in den späten September hinein die Heide in roten, rosanen und lilanen Farben.

Das alles in Kombination mit dem oft Türkis schimmernden Wasser des Meeres – einfach traumhaft!

 

Traumhafte Heidelandschaft Ende August auf Crozon
Traumhafte Heidelandschaft Ende August auf Crozon
Im Frühsommer blüht die Stechginster strahlend gelb - Pointe de Pen Hier, Crozon
Im Frühsommer blüht die Stechginster strahlend gelb – Pointe de Pen Hir, Crozon
Waldidylle im Parc Naturel Armorique
Waldidylle im Parc Naturel Armorique

2. Architektur

…wenn man es so nennen mag… Überall siehst du kleine liebevoll erhaltene Dörfer mit uralten Kirchen und prächtigen Blumen und Bepflanzungen. Fast jedes Dorf, durch das du auf deinem Weg kommst ist ein neues Highlight.

 

Typisch Französisches Flair in Huelgoat
Typisch Französisches Flair in Huelgoat
Fischereirelikte in Cabaret sur Mer
Fischereirelikte in Cabaret sur Mer
Begehbare Ruinen am Pointe de St. Mathieu
Begehbare Ruinen am Pointe de St. Mathieu
...jede Ecke ein neues Highlight...
…jede Ecke ein neues Highlight…

3. Die Menschen

„Also Frankreich- ja alles ganz nett, aber ich mag die Franzosen nicht, die sind alle so unfreundlich.“ Hören wir immer wieder. Das können wir so überhaupt nicht unterschreiben.

Hier mag sich im Laufe der letzten 10 Jahre einiges getan haben.

Sowohl auf unserer Tour 2012, Sommer 2013 wie auch im April 2016 und auf unserer jetzigen Tour im Mai 2016 sind wir beinahe ausschließlich auf nahezu übernette Franzosen getroffen. Jeder kam auf uns zu, wollte Skar streicheln, fragte nach seinem Hinterlauf, den er hinterher zieht, fragte wo wir her kommen, ob wir schon Fisch gefangen hätten, erklärte uns, wo Angel- und Spearfishing- Hotspots zu finden seien,… selten haben wir uns in einem Land so willkommen gefühlt wir hier! Und das obwohl wir wirklich nur ein paar Brocken Französisch sprechen und immer wieder schnell in ein Französisch- Englisch- Hand- und- Fuß- Gebabbel umschwenken mussten.


4. Das Essen

Der Spruch vom „Savoir vivre“ – er stimmt tatsächlich. Kein Dorf ohne nicht mindestens eine Creperie, Baguetterie, Salaterie, Bisquiterie und ein Café mit Glacier und überhaupt. Mit leerem Magen hier unterwegs zu sein- keine gute Idee. In keinem anderen Urlaub haben wir uns so oft „mal eben auf nen Kaffee da in dem netten Bistro an der Ecke“ hinreißen lassen, wie hier. In der Sonne sitzen, köstlichen Croque (warmen, oft überbackenen Toast) essen oder einfach in der Boulancherie anhalten und sich leckere Eclairs und frische Baguettes kaufen… die Versuchung ist groß und ihr nachzugeben hier ein noch viel größeres Vergnügen.

 

Post Süßes (1 von 1)
Hmmm… Lecker! 🙂

Noch dazu bekommst du in den Küstenorten sensationell frische Muscheln und Meeresfrüchte.

Miesmuscheln sammeln kannst du sogar selbst (Schau mal in unserem Frehel- Camping- Video vorbei- eine Kochanleitung folgt in den nächsten Wochen auf YouTube)

Miesmuscheln sammeln am Strand
Miesmuscheln sammeln am Strand
...eine Kochanleitung gibt es bald auf unserem YouTube Kanal
…eine Kochanleitung gibt es bald auf unserem YouTube Kanal

5. Das perfekte Carcamping Land

Auch hier zeigt sich wieder die Gastfreundschaft der Franzosen, wie wir finden. Wildcampen ist in Frankreich nicht erlaubt. Dennoch gibt es hier unzählige top-gepflegte und natürlich angelegte Rastplätze mit Sitzgruppen und teilweise auch super-sauberen öffentlichen WCs.

Wohnmobile siehst du hier an jeder Ecke wild stehen. Nix mit „No overnight parking“ wie es uns in Großbritannien immer wieder begegnet ist. Auf unserem Roadtrip 2012 haben wir bei Einbruch der Dämmerung einfach unser Zeltchen zwischen den Bäumen oder auch Wohnmobilien aufgeschlagen und wunderbar genächtigt. Früh am nächsten Morgen wurde es wieder abgebaut – niemanden hat´s gestört- keiner hat gemeckert.

 

...mal nahezu luxuriös.
Roadtrip 2012 – Frühstück auf einem Rastplatz in der Nähe vom Pointe du Raz

 

Auch nun, 2016, haben wir viele klasse Ecken aufgetan und die Roadtrip- Sehnsucht war wieder da. „Mensch! hier das Zelt aufschlagen und den Sonnenuntergang beobachten…“ dachten wir immer wieder.

Leider geht das im Moment nicht. Skar wartete schon in seiner Ferienhaus- Homebase. Wildcampen- das ist nichts mehr für seine alten Knochen. Aber wenn du die Möglichkeit hast: MACHEN!

➡️ Hier geht´s zum Carcamping- Guide


6. Unkompliziert zu bereisen

Wenn Wildcampen nichts für dich ist, findest du hier eine Vielzahl an unterschiedlichster Übernachtungsmöglichkeiten in jeder Preiskategorie. Ob es das luxuriöse 4-Sterne-Hotel am Strand ist, die kleine Ferienhaussiedlung oder der Campingplatz, auf dem du entweder ein Mobilheim mieten oder dein Zelt aufschlagen kannst- du wirst fündig werden. Im April 2016 haben wir z.B.mit traumhaften Meerblick und direktem Strandzugang für insgesamt 12 EUR pro Tag gezeltet. – Zwei Personen, ein Hund, ein Auto und ein Familienzelt. Gerade Campingplätze jeder Couleur wirst du überall finden und zur Nebensaison auch spontan anreisen können.

Hier geht´s übrigens zum Video von unserem Campingwochenende in Frehel.


7. Outdooraktivitäten

Ob es wandern ist, surfen, radfahren, angeln oder spearfishing… schier unendlliche Möglichkeiten bieten sich dir hier, deinen Urlaub in Frankreich draußen zu verbringen.

So lässt sich die Bretagne z.B. ganz klasse mit dem Fahrrad erkunden und eignet sich auch für komplette Fahhradurlaube. Schau mal bei Ilona vom Blog Wandernd vorbei, die 2015 Normandie und Bretagne mit dem Rad erobert hat.

In Finistere laden wunderschöne weite Sandstrände mit kristallklarem Wasser und berauschenden Wellen zum Surfen ein und wer nicht selbst ins kühle Nass hüpfen mag, schaut sich das Spektakel eben von oben an- von einem der zahlreichen Küstenwanderwege aus. Wir wissen es nicht genau- aber wir haben den Eindruck, dass du die komplette Bretonische Atlantikküste entlang wandern kannst. An jeder Küstenstraße gehen immer wieder etliche markierte Wanderwege Richtung Meer ab. Traumhaft!

 

Traumhafte Küstenwanderwege mit Postkartenmotiven
Traumhafte Küstenwanderwege mit Postkartenmotiven
Wenn die Wellen zum Schwimmen zu hoch werden, dann geht´s alt ab auf´s Surfbrett
Wenn die Wellen zum Schwimmen zu hoch werden, dann geht´s alt ab auf´s Surfbrett

Außerdem lieben wir es im Atlantik zu angeln. Besorg dir vorher am Campingplatz oder am nächsten Hafen Infos, welche Fische gerade Schonzeit haben und was du beim Fang beachten musst (maximale Stückzahlen und z.B. wie du die Hinterflosse des Fisches nach dem Fang einschneiden musst, um einen kommerziellen Weiterverkauf auszuschließen). Außerdem erhältst du dort in der Regel auch eine Tidentabelle- z.B. sehr wichtig, wenn du zum Spearfishing in Wasser möchtest. Denn bei abfließendem Wasser ins Meer zu gehen kann bei den dann entstehenden Strömungen durchaus riskant werden.


Was solltest du beachten:

Mit dem Hund unterwegs

Skar wurde hier wie gesagt überall herzlich willkommen geheißen. Schau auf der Seite des Auswärtigen Amtes nach, wie die Einreisebestimmungen für deinen Vierbeiner aussehen. In der Regel sollte er alle wichtigen Impfungen haben, entwurmt sein und du solltest seine Papiere (Heimtierausweis/ Impfpass) mitführen.

In 2016 sind wir auf einige „Hunde verboten“ Schilder an Stränden gestoßen. 2012 sind uns keine aufgefallen. Dennoch haben wir immer reichlich Strände gefunden, die dein Kumpel auch betreten darf. Und- das sei hier auch noch erwähnt: jetzt, zur Nebensaison waren zahlreiche Vierbeiner auch an den für Hunde verbotenen Stränden unterwegs und keinen hat´s interessiert. Das mag im Sommer, wenn dort Kinder im Sand spielen und ihre Burgen bauen anders sein.

Da hier vieles wirklich so top gepflegt und liebevoll bepflanzt ist, bitte auf jeden Fall immer Hundebeutel mitnehmen. Wäre doch zu schade, wenn auf dem akribisch geschnittenen Rasen eine dicke Hunde-Hinterlassenschaft prangt.

Auf Campingplätzen sind Hunde in der Regel erlaubt, du solltest also durchaus spontan mit Vierbeiner irgendwo unterkommen können. Auch in unserer Ferienhausanlage im Mai 2016 war es kein Problem ihn mitzubringen. Dass Hunde in den öffentlichen Bereichen der Plätze und Anlagen an der Leine zu führen sind, ist ja verständlich. Aber auch hier: Skar ist in der Regel entspannt ohne Leine neben uns her getapert- er kann ja eh nicht mehr so schnell- und wir sind nicht nur einem Hund begenet, der ebenfalls ohne Leine lief.


Lebenshaltungskosten

Hatten wir uns 2012 noch komplett mit Lebensmitteln für die Tour eingedeckt, sind wir 2013 (da waren wir eine Woche in Verdun sur le Doubs in Bourgogne-France-Comte) und beide Male 2016 ohne Vorräte losgefahren.

Die Lebensmittelpreise befinden sich in etwa auf Deutschem Niveau.- Fleisch und Fleischprodukte sind teurer, was wir als nicht schlimm empfunden haben.


Das Klima

Wir haben noch nie so unzuverlässige Wettervorhersagen erlebt, wie in Frankreich am Atlantik. Regen und Nebel sind prognostiziert, Sonne und fluffige, vereinzelte Wolken begrüßen uns, als wir morgens die Rollos hochziehen. Du solltest auf jeden Fall mehrere Lagen mitnehmen. Kommt die Sonne raus, brennt sie auch schon im April/ Mai so warm, dass du Pulli oder Fleecejacke ausziehen möchtest, versteckt sie sich hinter einer Wolke, wird es selbst mit Pulli etwas frisch. Wir haben daher in der Regel Zippjacken dabei und immer eine etwas dickere Jacke im Auto liegen- für den Fall der Fälle.


Zentralferien

Frankreich in den Zentralferien zu bereisen- das würden wir persönlich vermeiden. Schau vorher im Internet nach den Zeiten.

Miri hat da eine Ferienlager- Erinnerung:

1992 war sie mal 3 Wochen auf Jugendfreizeit in Frankreich. Jeden Tag ging es zum Strand in einen verlassenen, total verschlafenen Ort. Keine Menschenseele weit und breit- der ganze Strand für die lärmende Jugendgruppe alleine.

In der letzten Woche dann passierte die totale Metamorphose: Lauter keine Büdchen öffneten Ihre Türen, der Strand wurde überschwemmt von Menschenmassen. Überall herrschte ein geschäftiges Treiben, so dass es war fast unmöglich war, einen freien Platz im Sand zu ergattern.

Wenn du  auf Urlaubstrubel stehst: gut. Wenn du Natur und Ruhe genießen möchtest, solltest du die Hauptsaison jedoch möglichst meiden.


Noch mehr Frankreich?

Dann schau auch hier vorbei:

❎ Unsere Roadtrip Empfehlung für 14 Tage Normandie und Bretagne

❎ ReiseVlog Camping in Frehel

❎ ReiseVlog Halbinsel Crozon

❎ Riesenloch Urlaub in der Bretagne


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Verfolgen Andy und Miriam:

Wir sind Andy und Miriam und wir sind reisesüchtig! Nach der Reise ist für uns vor der Reise! Wir brauchen diese Vorfreude, diese Spannung, ehe es zum nächsten Reiseziel geht! Wir brauchen, das Adrenalin, das uns durch die Adern rinnt, wenn wir bei der Flugsuchmaschine auf „buchen“ klicken, wenn der Flieger abhebt, wenn wir landen, wenn wir das erste Mal neue Gerüche in der Nase haben und fremde Sprachen hören, wenn wir mit Auto und Zelt unterwegs sind und sich unser Herz überschlägt, weil wir mal wieder DEN Mega- Platz für unser Nachtlager aufgetan haben… wir sind Adrenalinjunkies und wir sind Reisejunkies. Wir brauchen: REISEADRENALIN! Du auch?

8 Antworten

  1. Habe ich eigentlich schon erwähnt, das ich jetzt genau, auf der Stelle in die Bretagne möchte?
    Schon eure Fotos auf Instagram haben so das Fernweh geweckt!!

    Liebe Grüße,
    Lynn

  2. ilona
    | Antworten

    oh, danke für die Erwähnung. Aber ich muss einschränken: Die Bretagne haben wir nicht mit dem Rad erobert – „nur“ die Normandie. Durch die Bretagne kamen wir auf dem Heimweg nur mit dem Zug… aber sie steht auf jedenfall auf meiner Liste (Ob mit oder ohne Rad…). Seit ich in der Normandie war, hat sich MEIN Bild von den Franzosen auch sehr gewandelt. In Paris waren sie dann leider wieder so, wie ich sie seit jeher in Erinnerung hatte.

    • Die Bilderbummler
      | Antworten

      Na ja… Aber du hast es zumindest bis vor die Tore der Bretagne geschafft… 😉 Und Inspirationen und Tipps für Fahrradurlaub in Frankreich gibt’s bei dir ja allemal… 😊 In Paris hatten wir auch gemischte Erfahrungen. Die meisten waren aber auch da supernett. Einige waren muffelig- aber das macht vielleicht der Großstadtstress… 😁😉

      • ilona
        |

        *husthusthust* Der Mont St. Michel steht in der Normandie *husthust*

        Wir waren beide in Paris total angenervt nach den vielen positiven Erlebnissen in der Normandie.

      • Die Bilderbummler
        |

        Hahaaaa, du hast recht! 😂✌️

Senf dazu geben? Her damit!